Einmal mit allem und scharf – Social Media Basics

Die Anzahl an Social Media Kanälen ist riesig. Jeder kennt Facebook, Twitter, Instagram, Youtube, SnapChat, … und so entsteht schnell die Döner-Imbiss-Haltung: „Einmal mit allem, bitte!“ Der eigene Anspruch, in jedem Kanal vertreten zu sein, kann schnell die Begeisterung für die Sozialen Netzwerke bremsen. Die Folgen sind: brach liegende Accounts, mangelnde Kommunikation zum User, schlechter Content und somit eine schlechte Online-Reputation. Also genau das Gegenteil der ursprünglichen Bemühungen. Mit einer Social Media Strategie lassen sich diese Gefahren minimieren und der Spaß an der Interaktion steht im Vordergrund.

Die Social Media Basics

Es gibt einige Richtwerte und Vorurteile im Umgang mit Social Media. Es hilft durchaus diese zu verstehen und richtig einordnen zu können. Im Anschluss sind Sie den Grundgedanken von Social Media näher und können mit den Überlegungen für Ihre Social Media Strategie beginnen.

Was nix kostet, ist auch nix!

Das wohl größte Vorurteil rund um Social Media: Es ist kostenlos! Je nach Definition von kostenlos, stimmt dies sogar. Die Anmeldung in den Netzwerken ist frei von Gebühren, doch wer Social Media betreibt, muss dafür Zeit aufbringen. Es gilt, die Ideen umzusetzen und für die Netzwerke passend aufbereitet auszuspielen. Zusätzlich zu den Kosten Ihrer Arbeitszeit, müssen eventuell Filme oder Fotos erstellt werden. Dies bindet weitere Ressourcen. Umso wichtiger ist die Auswahl der für Sie richtigen Social Media Kanäle.

Alle machen Facebook, mach ich es auch?

Facebook ist ein tolles Netzwerk. Es bietet aufgrund der großen Nutzerzahl viele Möglichkeiten. Sie können eine eigene Fanpage aufbauen und neben Content Marketing auch mit Vertriebsaktionen überzeugen. Beachten Sie jedoch, dass Facebook nicht für jede Zielgruppe und für jedes Thema den höchst möglichen Nutzen bringt. Manche Netzwerke sind auf Zielgruppen spezialisiert und eigenen sich daher besser für die zielgerichtete Kommunikation. Dennoch, Facebook ist mit seinen über 28 Mio.* aktiven Nutzern in Deutschland der Platzhirsch. In den meisten Social Media Strategien sollte Facebook daher mitgedacht werden.

lokal vs. regional vs. global

Dass WWW für World Wide Web steht, ist bekannt. Doch die Vorteile von Social Media lassen sich regional bis global nutzen. Große Unternehmen profitieren von ihrer Bekanntheit und ihre Fan-Basis wächst entsprechend schnell. Für mich bieten die Sozialen Netzwerke aber gerade den vermeintlich Kleinen einen unschlagbaren Vorteil: Direkte Kommunikation. Wer sich als Spezialist aufstellt und sein Fachwissen zielgerichtet platziert, wird auch über Social Media wahrgenommen. Zudem sind Branchen wie Tourismus oder Gastronomie auf die regionale Aufmerksamkeit angewiesen. Gut ausgewählte Kanäle können somit lokal oder auch global funktionieren.

Social Media ist nur für Endverbraucher

B2C Marketing ist der erste Gedanke bei Social Media Kanälen. Zielgerichtet kann jedoch auch der Businesspartner durch Soziale Netzwerke erreicht werden. Wichtig ist, dass Kanäle nicht in der Ansprache wechseln. Fokussieren Sie in Ihrer Ansprache eine Gruppe (B2B oder B2C). Schließen Sie gleichzeitig niemanden in der Kommunikation aus, erreichen Sie neben der Zielgruppe auch die interessierten Personen der anderen Kreise und können diese eventuell als Meinungsmacher für sich gewinnen.

Das ist doch nur was für Kinder

Social Media ist noch nicht alt und genauso wenig sind es die Hauptgruppen in den Netzwerken. Fast 90% der 18 bis 29jährigen nutzen die Sozialen Netzwerke. Eine spannende und einflussreiche Zielgruppe. Wenn sich dieser Bereich nicht mit Ihrer Zielgruppe deckt, mögen folgende Zahlen Sie vielleicht überraschen:

82% der 30 – 49jährigen und 65% der 50 – 64jährigen nutzen Social Media!

Und auch in der ältesten Gruppe 65+ sind es knapp die Hälfte**. Social Media ist somit kein Trend oder eine Mode.

Auch mit Knoblauch?

Die Instrumente des Social Media haben die Gesellschaft bereits durchdrungen. Wer mitmacht, kann wahrgenommen werden. Also gehen Sie los, registrieren Sie Ihre Kanäle. Dann starten Sie mit einer Zutat und werden sehen, es muss nicht immer mit allem und scharf und Knoblauch sein, damit der Döner auch schmeckt.

Foto: DragonImages via istockphoto.com

*Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

**Quelle: http://www.pewinternet.org/fact-sheets/social-networking-fact-sheet/

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.