SEO, SEA oder SEM – Das Who is Who des Google-Marketings

Erst wird es englisch und dann wird es abgekürzt. Die Buchstabencodes haben Ihre Bedeutung, doch außerhalb ihres natürlichen „Lebensraumes“ werden die Wortphrasen jongliert und bunt durcheinander geworfen. Kunden sprachen mich an, ob ich nicht mal eine kleine Vokabelstunde mit dem Projektteam durchführen könne. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie hilfreich eine gemeinsame Definition von Begriffen ist.

SEO

Die drei Buchstaben sind die Abkürzung des englischen Ausdrucks Search Engine Optimization. Übersetzt wird es allgemein mit Suchmaschinenoptimierung. Meiner Meinung nach ist dies jedoch eine mäßig gute Übersetzung. Für den ungeübten Kollegen klingt es so, als ob man die Suchmaschine verbessert. Dabei nimmt keines Wegs direkten Einfluss auf Google und dessen Funktionsweise. Optimiert wird die eigene Webseite. So, dass sie bei den Suchmaschinen möglichst weit vorne, also auf Seite 1 der Ergebnisse gelistet wird. Die Kriterien werden von Google & Co. und deren Algorithmen bestimmt. Natürlich gibt es Richtlinien und Hilfestellung, die Gänze aller Faktoren ist jedoch geheim.

SEO ist ein Marathon

SEO zahlt sich eher langfristig für Projekte aus. Technologie, Bild- und Textmaterial, Seitenaufbau und Verlinkung werden kontinuierlich überprüft und an das Suchverhalten der Zielgruppe angepasst. Zieht man einen Vergleich aus der Sportwelt heran, so ist SEO der Marathon unter den Onlinemarketing-Disziplinen.
Eine gut aufgesetzte Seite bringt es bei Google in die Top 3 der Suchergebnisse. Der klare Vorteil von SEO wird nun auch monetär sichtbar. Denn neben den Google-Anzeigen werden die ersten drei „natürlichen“ Suchergebnisse häufig geklickt. Setzt man also auf einen guten Seitenaufbau, kann dies mittelfristig zu einer Budgetentspannung führen.
Gleichzeitig ist SEO immer aktiv, denn der Wettbewerb ist es auch. Die gut positionierten Webseiten bleiben auch vom Mitarbeiter nicht unbemerkt und dieser versucht nun mit einer besseren Performance, ebenfalls einen der ersten drei Plätze zu besetzen. Die eigene Optimierung der Webseite endet erst, wenn die behandelte Thematik nicht mehr im Fokus der Zielgruppe liegt.

SEA

SEA steht für Search Engine Advertisement oder übersetzt für Suchmaschinenwerbung. Oftmals vermuten Kollegen hier die Ausspielung der Werbeanzeigen bei Google. Das ist auch soweit richtig, beschreibt jedoch nur einen Teil der Wahrheit. Bei den angesprochenen Kampagnen handelt es sich natürlich um die Anzeigen, die man bei Google oberhalb der Suchergebnisse sieht, doch eben nicht nur. Google besteht aus mehreren Dimensionen von Anzeigen-Portalen.
Zum einen kann man die bekannten Suchergebnisse bei Google buchen. Zudem gibt Google die Möglichkeit in sogenannten Partnernetzwerken ebenfalls Anzeigen zu platzieren. Dieses Netzwerk ermöglicht die Ausspielung der Werbung auf Blogs, Webseiten und Newsportalen, die natürlich gezielt ausgesucht werden können. Neben der Textvariante steht dabei auch die Möglichkeit der Bannerschaltung zur Verfügung.

SEA ist Sprint

Zieht man erneut die Leichtathletik für einen Vergleich heran, so ist SEA eine Sprint-Disziplin. Projekte können durch die Werbekampagnen unmittelbar beworben werden. Da das Budget eines Projektes oft endlich ist, endet auch der SEA-Sprint nach einer gewissen Zeit.

Remarketing

Eine weitere SEA-Disziplin ist das Remarketing. Hier werden bereits bekannte Kontakte gezielt beworben. Da dies oft auch über Anzeigen und deren Platzierung im Google-Netzwerke geschieht, wird meist der SEA-Kollege mit dieser Aufgabe betraut.

SEM

Die Abkürzung SEM steht für den englischen Ausdruck Search Engine Marketing und beschreibt alle Marketingaktivitäten, die im Zusammenhang zur Suchmaschine stehen. Es ist der übergeordnete Begriff, der SEA und SEO vereint. Es ist sozusagen, der Laufsport im Ganzen, inkl. Sprintdisziplinen und Marathon.

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